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125 Jahre Tag der Arbeit

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Staatsmann
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Kayıt: Sal Eki 07, 2008 10:27 pm

125 Jahre Tag der Arbeit

Mesaj gönderen Staatsmann » Cum May 01, 2015 7:34 pm

100.000 Menschen begingen 1890 in Deutschland den 1. Mai erstmals als "Kampftag der Arbeiterbewegung". Seinen Ursprung hatte der Feiertag in einem blutigen Massaker vier Jahre zuvor.

Der "Tag der Arbeit" am 1. Mai hat seine Wurzeln in den USA. Dort war das Datum Ende des
19. Jahrhunderts der Stichtag, zu dem viele Arbeitsvertraege endeten oder abgeschlossen wurden. An diesem so genannten "moving day" mussten daher viele Arbeiter ihre Arbeitsstelle und ihren Wohnort wechseln.





Proteste der Arbeiter in den USA

Am 1. Mai 1886 streikten uberall in den USA rund 400.000 Arbeiter, um ihre Forderungen nach einem Acht-Stunden-Tag durchzusetzen. Die damalige Regelarbeitszeit in den USA betrug zehn Stunden pro Tag. Allein in Chicago, wo viele Kapitalismusgegner, Gewerkschafter und Anarchisten lebten, gingen schaetzungsweise mehr als 80.000 Menschen auf die Straße. Obwohl Zeitungen vor gewalttaetigen Auseinandersetzungen warnten und Polizei wie Militaer in Alarmbereitschaft waren, verliefen die Kundgebungen ohne großere Zwischenfaelle.




Das Haymarket-Massaker

Das aenderte sich zwei Tage spaeter: Waehrend einer Kundgebung erschoss die Polizei mehrere Streikposten. Aus Protest gegen das brutale Vorgehen versammelten sich einen Tag spaeter 1.000 Arbeiter auf dem Haymarket von Chicago, einem zentralen Platz mit Fabriken und Warenhaeusern. Kurz vor Ende der friedlichen Versammlung wurden sieben Polizisten und vermutlich vier Demonstranten bei einer Explosion und einer anschließenden Schießerei getotet.

1889 kamen in Paris sozialistische Gewerkschaften und Parteien aus der ganzen Welt zum zweiten Internationalen Arbeiterkongress zusammen. Hier beschlossen sie, sich den Plaenen des Amerikanischen Arbeiterbundes fur eine große internationale Demonstration am 1. Mai 1890 anzuschließen, um den Opfern des Haymarket-Massakers zu gedenken und fur die Rechte der Arbeiterklasse zu demonstrieren. Im Mittelpunkt sollte die Forderung nach einem Acht-Stunden-Tag stehen. Damit institutionalisierte sich der
1. Mai als ein zentraler Aktions- und Feiertag der Arbeiter weltweit.






Der 1. Mai 1890 in Deutschland

Uneinig waren sich die Arbeiter in Deutschland uber die Frage, ob sie an diesem “Kampftag der Arbeiterbewegung“ die Arbeit niederlegen oder nach Feierabend demonstrieren sollten. Zwar wurde die Arbeiterbewegung in Europa immer staerker, doch besonders in Deutschland litt sie unter staatlichen Repressionen durch Reichskanzler Otto von Bismarck. Bismarck versuchte die Arbeiter durch seine Sozialgesetze an die Monarchie zu binden, konnte aber ihre zunehmende Organisation im Untergrund ebenso wenig verhindern wie die wachsende Zustimmung fur die Sozialdemokratie.

So fasste die Sozialdemokratische Partei (SPD) im Oktober 1889 den Beschluss, den 1. Mai als Feiertag der Arbeiter zu begehen. Um ihren wachsenden Einfluss jedoch nicht zu gefaehrden, plaedierte die sozialdemokratische Fraktion im Reichstag gegen einen allgemeinen Streik. Dennoch legten am 1. Mai 1890 etwa 100.000 Menschen die Arbeit nieder. Die Arbeitgeber reagierten, vor allem in Hamburg, mit Aussperrungen und Entlassungen.







Feiertag fur ein Jahr

Der 1. Mai etablierte sich in der Folgezeit zwar als Festtag der Arbeiterbewegung, doch erst die Weimarer Nationalversammlung machte ihn 1919 zum gesetzlichen Feiertag; allerdings nur fur das Jahr 1919. Fur eine unbefristete landesweite Festsetzung gab es keine Mehrheit im Parlament.

Die Arbeiterbewegung selbst war gespalten bei der Frage, wie der 1. Mai zu begehen sei. Waehrend die Kommunisten um die KPD den Kampfcharakter des Tages in den Vordergrund stellten, sahen die Sozialdemokraten um die SPD darin eher einen Festtag. Die Zerrissenheit der Arbeiterbewegung fand am
1. Mai 1929 ihren Hohepunkt: Nachdem sich die KPD nicht an ein Demonstrationsverbot hielt, kamen beim gewaltsamen Vorgehen der Polizei gegen die Demonstranten mehr als 30 Menschen ums Leben. Der Tag ging als "Blutmai" in die Geschichte ein.

1933 wurde die Arbeiterbewegung von den Nationalsozialisten vereinnahmt: Sie machten den 1. Mai zum gesetzlichen Feiertag und instrumentalisierten ihn fur ihre Propaganda. Am 2. Mai 1933 besetzten SA-Trupps Gewerkschaftshaeuser, Arbeiterbanken und Redaktionen von Gewerkschaftsblaettern. Viele leitende Funktionaere wurden in der Folge in Konzentrationslager und Gefaengnisse gebracht.








Der 1. Mai nach 1945

Nach der Befreiung Deutschlands und dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der 1. Mai 1946 durch den Alliierten Kontrollrat als Feiertag bestaetigt. Waehrend in Westdeutschland fortan vor allem Gewerkschaften den Tag fur Massenkundgebungen mit wechselnden arbeits- und friedenspolitischen Schwerpunkten nutzten, wurden in Ostdeutschland am 1. Mai lange Zeit staatlich inszenierte Militaerparaden veranstaltet. In den 1980er Jahren etablierten sich vor allem von Berlin und Hamburg ausgehend gewaltsame Maikrawalle von einer radikalisierten autonomen Szene, die bis heute das Bild vom Maifeiertag praegen. Daneben bleibt der 1. Mai aber ein wichtiger Tag, an dem Gewerkschaften und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihrem Anliegen Nachdruck verleihen.




Mittlerweile haben die 1.-Mai-Demonstrationen nicht mehr die gleiche Anziehungskraft wie in der Vergangenheit. So folgten zum Beispiel 1960 in Berlin noch 750.000 Menschen dem Aufruf des Regierenden Burgermeisters zu einer Freiheitsdemonstration. Im letzten Jahr haben in Berlin rund 10.000 Menschen an der Mai-Demonstration teilgenommen. In vielen Laendern ist der 1. Mai gesetzlicher Feiertag. In den USA, wo die Ereignisse historisch ihren Lauf nahmen, hat man den Tag der Arbeit auf den "Labor Day" im September gelegt.




27.04.2015

http://www.bpb.de/politik/hintergrund-a ... der-arbeit
Postmodern Kommentare fundamentalistischer Mentalitaeten
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